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 MISSIONS-BENEDIKTINERINNEN VON TUTZING

Daegu-Priory

Das Priorat Daegu in Südkorea, das 1951 von den aus Nordkorea geflüchteten Schwestern gegründet wurde, ist heute mit seinen 325 Schwestern und 32 Häusern das grösste Priorat der Kongregation. Aus Schrecken, Leid und Tod der Verfolgung erblühte hier neues Leben in Überfülle. Die Zahl der Schwestern wurde so gross, dass sie beschlossen, sich zu teilen. So wurde 1987 ein neues Priorat in Seoul eröffnet.
Vielfältig sind die Einsatzgebiete der Schwestern: Sie unterhalten das riesige 800-Betten “Fatima-Hospital” in Daegu und ein anderes mit 500 Betten, einige Rehabilitationszentren für Behinderte, eine höhere Schule mit 463 Schülern, Bibelschulen für Erwachsene und ein Exerzitienhaus. Sie widmen sich der Militärseelsorge und einer umfangreichen Tätigkeit in 25 Pfarreien. Ferner arbeiten die Schwestern in einem Heim für bedürftige Tb-Kranke und führen eine Suppenküche für Arme.
Im Kloster stellen sie Paramente her. Eigene Künstlerinnen haben die wunderschöne Kapelle mit Skulpturen ausgeschmückt und die Statuen in Park und anderen Gebäuden geschaffen.

           Sie können mehr über Daegu erfahren unter: http://www.benedictine.or.kr 

Bilder aus dem Priorat Daegu

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Rehabilitation Center1

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Rehabilitation Center2

KOREA

(aus der Kongregationsgeschichte von M. Irene Dabalus OSB)

DAS PRIORAT DAEGU

Erste missionarische Tätigkeiten.

Seit 1909 haben die Missions-Benediktiner von Sr. Ottilien bereits in Korea gewirkt. 1923 besuchte Bischof Bonifatius Sauer OSB Tutzing und drückte den Wunsch aus, einige Schwestern in Korea zu haben. Im Herbst 1925 reisten 4 Schwestern nach Wonsan, Nordkorea, mit der finanziellen Hilfe des Päpstlichen Missionswerkes für Kinder von Aachen.

In Wonsan verloren die Schwestern keine Zeit, Arbeit in einer Dispenserie, einem Kindergarten und einer Elementarschule aufzunehmen. Bald wurde ein Noviziat eröffnet und direkte missionarische Tätigkeit in einigen entfernten Dörfern begonnen. Bald danach wurden eine Anzahl Missionsstationen gegründet: Kosan (1936), Höriong (1940), Hamhung (1941), und Hungnam (1948).

Krieg und Gefangennahme.

Die russische Invasion von Nordkorea im August 1945 unterbrach alle Missionstätigkeit in Wonsan. Dann, im Mai 1949, wurde das Kloster in Wonsan vom Staat besetzt und die Schwestern der Gemeinschaft entweder heimgeschickt oder ins Gefängnis gebracht. Mutter Gertrud Link leitete die deutschen Schwestern, die als politische Gefangene entführt wurden. Erst 1954, nach viereinhalb Jahren Zwangsarbeit, kam der Tag der Befreiung für die gefangenen Missionarinnen.

Rehabilitierung der koreanischen Mission.

Im Jahr 1950 kamen die koreanischen Schwestern, die in den Süden gelangt waren als sie von Wonsan flohen, zusammen, um in Pusan eine neue Kommunität zu bilden. Später zogen sie nach Daegu, das der Sitz des Priorates wurde. Mit amerikanischer Hilfe wurde 1955 das Fatima Krankenhaus außerhalb der Stadt gebaut. Im selben Jahr kam der Rest der heimgekehrten Missionarinnen nach Korea zurück und das Priorat Daegu blühte auf wie nie zuvor.

Am 16. November 1987 wurde ein zweites Priorat in Seoul, Korea, errichtet, das aus 8 Häusern des Priorates Daegu gebildet wurde.

 Grosse Hoffnung für die Kirche in Asien.

Heute erfüllen die Missions-Benediktinerinnen in Korea Missionsarbeit im vollsten Sinn, den die Enzyklika „Ad Gentes“ dem Wort „Mission“ gibt. Ihre Arbeit gehört zu den verschiedenartigsten in der Kongregation. Sie haben zudem die größte Anzahl von Berufen, mit einem Übergewicht von jungen Schwestern.

Die heutige Kirche in Korea mit ihrer zunehmenden Zahl von Konvertiten und Ordensberufen stellt eine große Hoffnung für die Kirche in Asien dar. In diesem Licht und in Hinsicht auf die natürliche Neigung der Koreaner zum monastischen Leben, wird die zukünftige Rolle der Schwestern im koreanischen Missionsfeld und in der Kongregation wesentlich sein, da sie dadurch dem Volk Gottes dienen, das sie braucht.

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