|
Auch in Korea hat unsere Kongregation eine sehr ereignisreiche Geschichte von Aufbau und Zerstörung, Leid und Tod, Wiederanfang und höchster Blüte. Am 21. November 1925 treffen vier Schwestern auf die Bitte des Abt-Bischofs Bonifaz Sauer OSB. in Wonsan, Nordkorea, ein. 1927 wird Wonsan zum Priorat erhoben. Im Mai 1949, unter kommunistischer Herrschaft, wird die Benediktinermission in Nordkorea zerstört. Die koreanischen Brüder und Schwestern werden zerstreut, zwei der Schwestern getötet und fünf andere sind vermisst. Die europäischen Missionare und Missionarinnen werden gefangengenommen und fast fünf Jahre in einem Arbeitslager in einer unwirtlichen Berggegend versteckt gehalten, wo sie unter härtesten Bedingungen leben und arbeiten müssen. Zwei deutsche Schwestern sterben im Lager. Nach ihrer Freilassung im Januar 1954 werden die Patres, Brüder und Schwestern quer durch Russland abgeschoben, und tauchen eines Tages unverhofft im Lager Friedland an der deutschen Grenze auf. Ein beredtes Zeugnis aus dieser Zeit hat uns Sr. M. Gertrud Link, die damalige Priorin, hinterlassen in ihrem lesenswerten Buch: “Mein Weg mit Gott”, erschienen 1998 im EOS-Verlag St. Ottilien.
|