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 MISSIONS-BENEDIKTINERINNEN VON TUTZING

Das Priorat Ndanda in Tansania ist unser zweitältestes Priorat. 1908 gegründet, entwickelte es sich ähnlich wie Peramiho mit Krankenhäusern, Kindergarten, Volksschulen, höhere Schulen, Krankenpflegeschule und Haushaltungsschulen, sowie Werkstätten aller Art. Das grosse Lepradorf Mwena ist durch die langjährige Tätigkeit von Sr. Lia bekannt geworden. Dort wurde nun ein neuer Kindergarten errichtet. Heute arbeiten noch drei unserer Ärztinnen in Ndanda. Im Jahr 2006 feierte die Mission 100 Jahre ihres Bestehens.
Auch hier gibt es eine erfreuliche Entwicklung mit einer steigenden Zahl einheimischer Berufe. Die jungen, tansanischen Schwestern machen ihr Noviziat alle zusammen in Peramiho.

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Ndanda Church and Memorial Stone

Die Fotogalerie zeigt Bilder aus dem Leben in Ndanda

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Sisters, Jubilee Ndanda 2006

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DAS PRIORAT NDANDA

Die Wurzeln des Priorates Ndanda gehen ins letzte Jahrhundert zurück. 1894 erfolgte die Gründung von Lukuledi durch P. Maurus Hartmann. Im selben Jahr zogen vier Schwestern in die neue Mission ein. Neben den Härten des tropischen Klimas mussten sie noch ein großes „Opfer“ bringen: die Gemeinschaft verlor ihre Oberin, Sr. Birgitta Korff, durch deren Wahl zur ersten Generalpriorin der jungen Kongregation.

Wegen des großen Wassermangels wurde der Schwesternkonvent 1898 nach Nyangao verlegt. 1905 fand der Maji-Maji-Aufstand statt. Während ihrer Flucht zur Küste fiel Sr. Walburge Diepolder in die Hände der Rebellen und wurde ermordet. Ihre letzten Worte waren: „Lieber Heiland, ich opfere Dir mein Leben, schone die anderen.“ Die Missionarinnen und Missionare, die entfliehen konnten, bezeugten: „Wegen des einen Opfers, das in Nyangao geopfert wurde, befreite der Herr uns aus unserer Not.“

Ndanda selbst wurde 1906 von den Patres von St. Ottilien gegründet, zu denen sich 1908 sechs Schwestern gesellten. Zunächst ein abhängiges Haus vom Priorat Peramiho, wurde Ndanda erst 1935 eigenständig. Auch nachdem es den Maji-Maji Aufstand überlebt hatte, wurde die Mission nicht von Leiden und Entbehrungen verschont. Die Periode nach 1920 sah die rapide Ausbreitung des Islam in dieser Gegend.

Nachkriegs-Entwicklung

Im Laufe der Zeit wurden vom Priorat aus Aussenstationen gegründet und zahlreiche Schulen eröffnet. Die Politik des Landes und der Mangel an Personal zwangen die Schwestern, einige dieser Werke aufzugeben. Die ausgezeichneten Leistungen der beliebten Ärztin, Sr. Thekla Stinnesbeck, im Gesundheitsdienst im südlichen Tansania ist weithin anerkannt. Sie gründete die gegenwärtigen Krankenhäuser von Ndanda (1927) und Nyangao.

Das Priorat Ndanda erfreut sich auch einer blühenden einheimischen Schwesternkongregation, zu deren Ausbildung und anfänglichen Verwaltung es geholfen hat. Die Benediktinerinnen von „Our Lady Help of Christians“, wie sie genannt werden, zählt jetzt über 100 Mitglieder.

Eine Vision für die Gegenwart und für die Zukunft

In einer Region, die vorwiegend islamisch aber für soziale und pastorale Aspekte offen ist, wird missionarischer Dienst noch gesucht und geschätzt. Das Priorat sieht die Vertiefung des Glaubens der Christen von zentraler Wichtigkeit für seine Arbeit. Von Anfang an waren die Ausbildung junger Afrikanerinnen, die Sorge für Frauen und der gesamte Gesundheitsdienst den Schwestern anvertraut. Diese gleichen Aufgaben werden jetzt neu im Licht des Dialogs, einer Gemeinsamkeit von Kulturen und Zusammenarbeit in pastoralen Unternehmungen gesehen. Dabei helfen die neuen, einheimischen Schwestern, die sich bereits unserer Kongregation angeschlossen haben oder noch in der Noviziatsausbildung sind.

Die Priorats-Statuten stellen dieses missions-benediktinische Werk ausdrücklich in den Kontext der gegenwärtigen Bedürfnisse der Kirche von Ndanda. Sein Ziel ist die Mitarbeit an der Stärkung der jungen Kirche, Ausbildung von Angestellten für christliche Verantwortung, Förderung der Würde der Frauen, Sorge für das menschliche und religiöse Wachstum des Laienpersonals und engere Zusammenarbeit mit den afrikanischen Benediktinerinnen.

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