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 MISSIONS-BENEDIKTINERINNEN VON TUTZING

“O linda!” (Oh, wie schön!) sollen die portugiesischen Seefahrer ausgerufen haben, als sie zum ersten Mal von diesem Hügel aus auf die üppige Vegetation und das Meer schauten. Der Name “Olinda” blieb bis heute und auch die uralte, im Kolonialstil erbaute “Kirche der Misericórdia”, die zum Kloster unserer Schwestern gehört und von vielen Touristen besichtigt wird.
Das Priorat Olinda, im kargen Nordosten Brasiliens gelegen, wurde schon 1903 gegründet. Die Schwestern widmeten sich der Erziehung der Jugend und bald entstand auf dem Hügel der Misericórdia die “Academia Santa Gertrudes”. Viele junge Brasilianerinnen schlossen sich den Schwestern an und weitere Kommunitäten konnten gegründet werden, einige davon tief im Innern des Landes. Neben den Schulen entstand auch eine Universität, “FACHO” (FACULDADE DE CIÊNCIAS HUMANAS DE OLINDA) genannt.
                 Siehe auch unter:  www.academiasantagertrudes.com.br
                  

Olinda-ASG

Das Priorat unterhält neben Kindergärten und Schulen auch ein grosses, mit mehreren Fachgebieten ausgestattetes Hospital in Barbalha, Ceará. Ebenso widmen sich die Schwestern in allen Häusern der Pastoralarbeit, leiten Gemeinden ohne Priester und unterhalten Sozialzentren für die überwiegend arme Bevölkerung. Die Mitglieder des Noviziates betreuen eine in der Nähe gelegene Favela “V 8” genannt.

Aus dem Leben in der Academia Sta. Gertrudes in Olinda

Olinda-ASG1

Olinda

Evang

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Evang

Ol

Ol

Ol

Ol

Ol

Ol

Jubileum

Die Favela “V 8” mit Schule

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            Die Chronistin des Priorates schreibt über die Tätigkeit in der Favela V 8:
“Hier in Olinda leisten unsere Postulantinnen und Novizinnen in dieser Favela ihren praktischen Einsatz. Sie versuchen, den notleidenden Kindern in verschiedenster Hinsicht zu helfen. Sie haben dort eine Schule, in der 80 Kinder zwischen vier und sieben Jahren unterrichtet werden und täglich ein Glas Milch bekommen, sowie an der Schulspeisung teilnehmen. Diese Ernährung ist die unentbehrliche Grundlage für die Entwicklung und den Lernprozess.
Ausser der Schule gibt es dort ein Ernährungsprojekt für Kleinstkinder (vom achten Monat bis zu drei Jahren). Diese Gruppe erhält täglich ein Glas Milch, durch Vitaminkonzentrate angereichert, die besonders gut und kräftig ist, ein grosses Geschenk der Schweizer Caritas. Da die Armut durch die fortschreitende Arbeitslosigkeit immer grösser wird, ist es für die meisten Kinder oft die einzige Nahrung am Tag, fast unvorstellbar! Aber leider ist die Situation so und dies hat seine schrecklichen Auswirkungen im täglichen Leben. Der Drogenhandel und die damit verbundenen Gewalttätigkeiten nehmen ständig zu. Die verschiedenen Gruppen bekämpfen sich gegenseitig. Auch Familienangehörige der Kinder, die diese kleine Schule besuchen, sind darin verwickelt. So bedeuten die Stunden, die sie in der Schule beim gemeinsamen Lernen und Spielen verbringen dürfen, ein Raum, wo sie aufatmen können und noch Kinder sein dürfen.
Ohne die Hilfe von Wohltätern wäre es nicht so leicht möglich, dieser Gruppe zu helfen.”

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