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FRIEDE UND ENTWICKLUNG – DIE NEUEN NAMEN FÜR MISSION
(aus der Kongregationsgeschichte von M. Irene Dabalus OSB)
Die missionarischen Bemühungen der Kongregation haben sich im Lauf der Jahrzehnte verändert. Immer ein Spiegel der fortschreitenden Bewegung der universalen Kirche, hat die Kongregation missionarische Projekte von den klassisch-institutionellen Formen bis zur heutigen informellen, gemeinschaftsbegründeten Arbeit unter dem Volk entwickelt. Man kann wohl sagen, dass die Grund-Ideen dieser Arbeit Friede und Entwicklung sind – die neuen Namen für Mission.
Christliche Basisgemeinden.
Für die Missions-Benediktinerinnen in den verschiedenen Regionen der Welt ist der Aufbau von christlichen Basisgemeinden eine neue Form missionarischer Praxis. Als solches ist dies zuerst und zuvorderst auf das Evangelium Christi orientiert inmitten des Volkes, dem sie dienen. Es ist aber auch auf die Bedürfnisse der Menschen ausgerichtet, zu denen Christus sie zum Dienen verpflichtet.
Als Glaubensgemeinschaften leben diese christlichen Basisgemeinden ihr eigenes christliches Leben. Die Schwestern kommen zu ihnen nicht als „Messiasse“ noch als paternalistische Wohltäter, sondern als Partner und Mitarbeiter im Wachstum und in der Entwicklung einer lebendigen Zelle der Kirche. Ihr Leben und Wirken in diesen christlichen Basisgemeinden setzt Respekt für die Würde der menschlichen Person, Freiheit und Gerechtigkeit und die gleiche Teilnahme aller voraus – Ideale, die wohl jede Missions-Benediktinerin als ihre eigenen Wegweiser in der Regel Benedikts erkennen kann.
Neue Dienste für Gerechtigkeit und Frieden.
Die Gegenwart, das Zeugnis und die Arbeit der Schwestern unter autoritären Regierungen in Lateinamerika, Afrika und Asien haben sie in Kontakt mit Situationen von moralischer und sozialer Unordnung gebracht. Da sie sehr auf das „Horchen“ und „Suchen“ des Willens Gottes in Menschen und Ereignissen ausgerichtet sind, haben sie ein Gespür für die Not um sie herum entwickelt und sind auf den Bereich der umwandelnden Tätigkeiten gegen die Ursachen der gegenwärtigen Leiden bedacht.
So haben sich aus ihren Erfahrungen neue Dienste ergeben, wie die Förderung der Rechte der Arbeiter, der ethnischen Minoritäten, der Landbevölkerung, der Gefangenen die um ihres Gewissens wegen inhaftiert sind, der misshandelten Frauen, der ausgebeuteten Armen und der Menschen, die wegen ihrer Rasse diskriminiert sind.
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